Pellevé
Bei der Pellevé-Behandlung (früher: Radiage) führen Radiowellen zu einer gezielten Aktivierung und Neubildung der Kollagen-Fasern in der Unterhaut und bewirken so deren Zusammenziehen, was als „Shrinking“ bezeichnet wird. Der daraus folgende Effekt ist die Faltenglättung. Ihre Haut wird dabei auf bis zu 41° erwärmt, was über eine Temperaturmesssonde ständig kontrolliert wird. Die Radiowellen erzielen dann in der Tiefe eine Temperatur von bis zu 50°, wodurch der oben genannte Effekt auf die Kollagenfasern eintritt. Siehe dazu:
Die Umbauvorgänge entwickeln sich in den Wochen und Monaten danach weiter. Empfohlen werden daher mehrere Behandlungen (meist 4) im Abstand von 2-3 Wochen. Die Pellevé-Behandlung eignet sich besonders für die („Knitter“-) Fältchen unter den Augen, die sonst kaum einer Therapie zugänglich sind. Außerdem für die Oberlippen (Plissee-) Fältchen und die Lachfältchen (kanthal). Aber auch andere Regionen lassen sich deutlich verbessern.
Wichtige in der Behandlung ist die Unterscheidung zwischen Tränensäcken (festoons) gegenüber Jochbeinhügeln (malar mounds). Bei ersteren handelt es sich um laxe Haut zusammen mit einer Fetthernie durch Schwächung der vorderen, unteren Augenhöhlenwand (Septum infraorbitale). Sie wirken bei aufrechtem Gesicht wie „Hängematten“. Die Therapie der Wahl ist ein kleiner Eingriff mit Entfernung der „überschüssigen“ Haut und des Fettkörpers (Unterlid-Blepharoplastik). Malar Mounds hingegen entstehen durch eine Schwächung der Haut-Haltebänder unter den seitlichen Augen - also im Bereich des Jochbeins. Sie haben eine relativ stabile Gestalt, eher eine definierte bogige Struktur, können aber beim Lachen verstärkt hervortreten. Mittels der transkutanen Radiofrequenz (Pellevé) erreicht man eine schöne Schrumpfung und Straffung dieser Region. Dabei wird an einigen Stellen eine teflonbeschichtete Mikronadel (0.08 mm) eingebracht. Die Vorteile sind: keine Schnitte, Betäubung oder „down-time“ (geringe Schwellung und Rötung allenfalls für 3-5 Tage).