BOTOX

 

Botox, das ist das heutzutage pharmazeutisch hergestellte, medizinisch genutze Botulinumtoxin A. „Botox“ wirkt über eine Blockade der Signalübertragung zwischen Nerven und Muskeln, was letztlich zu einer Lähmung führt.
Das Botulinumtoxin A wird in so geringen Mengen eingesetzt, dass es zu keinen Vergiftungserscheinungen kommt. Bei einer „Botox-Behandlung“ nutzt man bis zu maximal 100 Einheiten je Sitzung. Körperliche Auswirkungen wurden bei der Nutzung von Botox erst ab 1500 Einheiten beobachtet.

 
 
Wussten Sie?

Botox wurde, von einem deutschen Arzt aus Baden-Württemberg, ursprünglich 1815 entdeckt, nachdem sich Gäste eines Gelages mit verdorbenen Würstchen vergiftet hatten. Botox ist die gebräuchliche Kurzform von Botulinum Toxin, welches sich aus dem lateinischen Wort für „Wurst“ ableitet - „botulus“.

 

Einsatz

Es kann heute für eine Vielzahl an Erkrankungen sehr dosiert eingesetzt werden.
Neben der kosmetischen Behandlung mimischer Falten im oberen Gesichtsdrittel kommt es vor allem in der Behandlung der Hyperhidrose (vermehrtes Schwitzen), Bruxismus (Zähneknirschen), Spastiken aller Art, aber auch der Migräne zum Einsatz.

Wirkung
Die Wirkung tritt nach 1-3 Tagen ein (max. 7 Tage)
Haltbarkeit
Die Wirkung hält für etwa 3-6 Monate an
Häufigkeit
keine Resistenzen - beliebig oft anwendbar
Abstände
Mindestabstand der Behandlungen: 6-8 Wochen

 
Faltenbehandlung

Ziel der ästhetischen Anwendung von Botox (Botulinumtoxin) ist es nicht, die Mimik gänzlich zu unterdrücken.
Die Behandlung mit Botox sollte vielmehr den Ausdruck negativer Emotionen wie Zorn, Streß oder Traurigkeit reduzieren. Die „facial feedback“- Hypothese besagt, dass die Mimik auch unser inneres Empfinden beeinflussen kann, nicht nur umgekehrt.
Es gibt inzwischen Studien, die nicht nur Stimmungsaufhellungen unter Botox beschreiben, sondern sogar eine nachweisliche Besserung von Depressionen in placebokontrollierten Studien zeigen (siehe: Magid, M et al., 2014 / Wollmer, MA et al., 2012)

 

Behandlungsmöglichkeiten

Häufige Fragen - Fragenkatalog der DGBT

1Was ist Botulinum Typ A?
Der Name Botulinum entstand, als der Landarzt Justinus Kerner 1820 erstmals von „Wurst-Gift“ sprach, lateinisch botulus = Wurst, toxin = Gift. Er entdeckte damals den Zusammenhang zwischen bestimmten Todesfällen durch Lähmung der Muskulatur und dem Verzehr von verdorbenen Nahrungsmitteln. Botulinum wird in seiner natürlichen Form von dem Bakterium Clostridium botulinum gebildet. Mittlerweile sind sieben Typen von Botulinum bekannt: Typ A, B, C, D, E, F und G. In der ästhetischen Medizin kommt lediglich Typ A zum Einsatz. Heute wird Botulinum biotechnologisch gewonnen und ist hinsichtlich der Toxizität mit dem natürlich vorkommenden bakteriellen Toxin nicht vergleichbar. Um einen normal großen Menschen in Lebensgefahr zu bringen, müsste man die Wirkstoffmenge von mindestens 3.000 kompletten Packungen Botulinum direkt in die Blutgefäße injizieren.
2Kann man durch eine Injektion mit Botulinum vergiftet werden?
Nein. Eine Vergiftung mit Botulinumtoxin („Botulismus“) entsteht, wenn z.B. durch bestimmte verdorbene Lebensmittel massenweise Clostridien in den Körper aufgenommen werden. Sie vermehren sich im Darm und produzieren das Toxin, das direkt in den Blutstrom gelangt und so zu Vergiftungserscheinungen führen kann. Das in Arzneimitteln verwendete Botulinum Typ A (BTX) wird dagegen in sehr geringen Mengen direkt in den Muskel injiziert. Diese extrem geringe, genau bestimmte Menge des Wirkstoffes im Medikament ist zudem hoch aufgereinigt – kein einziges Bakterium, das weiteres Toxin produzieren könnte, ist darin enthalten.
3Wie wirkt Botulinum Typ A bei der Faltenkorrektur?
Botulinum Typ A wirkt auf die Kontaktstelle von Nerven und Muskeln (Neuromuskuläre Synapse). Dort vermindert oder unterbindet es die Ausschüttung des Botenstoffs Acetylcholin, der unter anderem für die Übertragung des Nervenimpulses zur Anspannung der Muskulatur zuständig ist. Der Muskel wird entspannt. Als Folge dieser Muskelentspannung werden die Falten geglättet. Botulinum Typ A wird nach der Injektion im Körper rasch abgebaut, seine Wirkung hält, je nach injizierter Menge und Patient, allerdings einige Monate an. Wenn sich die Falten wieder zeigen, kann es erneut injiziert werden.
4Welche Nebenwirkungen können bei einer kosmetischen Behandlung mit Botulinum Typ A auftreten?
Nebenwirkungen sind selten. Wichtig ist, dass man sich von einem gut ausgebildeten und erfahrenen Arzt behandeln lässt. Wie bei jeder Injektion kann es zu kleinen Blutergüssen oder Schwellungen kommen. Manchmal können auch Unwohlsein, Müdigkeit oder Kopfschmerzen auftreten. Extrem selten sind vorübergehendes Herabhängen der Augenbraue oder des Oberlids. Bei einem erfahrenen Arzt sind solche Nebenwirkungen allerdings eher unwahrscheinlich. Sollte es dennoch einmal zu unerwünschten Wirkungen kommen, verschwinden sie auch wieder vollständig, da Botulinum Typ A vom Körper abgebaut wird und so keinen dauerhaften Effekt hat.
5Ist Botulinum Typ A in Deutschland zur Faltenbehandlung zugelassen?
Ja. In Deutschland sind diese drei Botulinum Typ A-Präparate zugelassen: Vistabel® (seit 2006), Azzalure® (seit 2009) und Bocouture® (seit 2009).
6Sind Botulinum-Behandlungen in der Ästhetik nicht nur ein vorübergehender Mode-Trend?
Eher ist damit zu rechnen, dass die Zahl der Behandlungen auch in den kommenden Jahren weiter ansteigen wird. Denn der Wunsch, jugendlich frisch und erholt auszusehen, ist in der Gesellschaft tief verankert. Mittlerweile achten auch Männer viel stärker auf ihr Äußeres und sind häufiger bereit, ihre Attraktivität durch eine Faltenbehandlung weiter zu erhöhen.
7Wer unterzieht sich einer Faltenbehandlung mit Botulinum und warum?
Die meisten Patienten haben eine äußerst positive Grundhaltung zu ihrem eigenen Äußeren, sind selbstbewusste und starke Persönlichkeiten. Falten sind allerdings „nicht ihr Stil“. Sie stören, denn sie verfälschen das Bild nach außen: Man sieht nicht so aus, wie man sich fühlt. Das heißt aber nicht, dass die Patienten jünger aussehen wollen. Vielmehr wollen sie so gut wie in ihrem Alter möglich aussehen.
8Was soll bei der Wahl des Therapeuten beachtet werden?
Entscheidend sind die gute Ausbildung und die Erfahrung des Arztes. Er sollte sich Zeit nehmen und umfassend aufklären. Speziell ausgebildete und zertifizierte Ärzte finden sich z.B. auf der Homepage der DGBT (Deutsche Gesellschaft für Ästhetische Botulinumtoxin-Therapie e.V.). Vorteilhaft ist, wenn der Arzt sich mit ästhetischen Gesichtsbehandlungen im Allgemeinen beschäftigt und auch mit anderen Verfahren zur Faltenbehandlung gut vertraut ist. Und schließlich ist besonders wichtig, persönlich ein gutes Gefühl und Vertrauen zu dem Behandler zu haben, sich „gut aufgehoben“ zu fühlen.
9Wie schnell und wie lange wirkt Botulinum Typ A?
Nach drei bis zwölf Tagen zeigt die behandelte Gesichtspartie in aller Regel eine verminderte Faltenstruktur. Diese Wirkung hält drei bis sechs Monate an. Durch die geringere Aktivität einzelner Gesichtsmuskeln gewöhnt man sich zudem besonders faltenverursachende Mimik ab und vermindert so gleichzeitig die Entstehung neuer Falten.
10 Wo wird Botulinum Typ A noch eingesetzt?
Zum ersten Mal wurde Botulinum Typ A in der Behandlung des Strabismus (Schielen) verwendet – der Ausgangspunkt für eine Vielzahl weiterer Einsatzgebiete. Zunächst im Bereich der Dystonien (neurologische Bewegungsstörungen, deren Ursache im Gehirn liegt), dann in vielen anderen Bereichen der Neurologie, z.B. bei Kindern, die durch infantile Zerebralparese (frühkindliche Hirnlähmung) an Spastiken leiden oder auch bei der Rehabilitation nach einem Schlaganfall. Zudem erhielt Botulinum Typ A Ende 2011 vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) die Zulassung zur Linderung der Symptome von chronischer Migräne bei erwachsenen Patienten. Neu ist auch die Zulassung für die Behandlung der Harninkontinenz aufgrund der sogenannten neurogenen Detrusorhyperaktivität bei erwachsenen Patienten mit Multipler Sklerose oder Rückenmarksverletzung.

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